Die Schweiz ohne Europa ist eine Illusion.

Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war geprägt von Kriegen, Intoleranz, Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus und Terror, die zweite Hälfte von der Idee, dass Völker über Grenzen hinweg sich stützen und in Respekt und in Würde miteinander leben. Und heute? Diese Europäische Idee steht zur Disposition. Das darf nicht sein. Ich stehe ein für ein zukunftsträchtiges Europa und für eine Schweiz mittendrin.

Es gibt sie, diese Schweiz der Abschottung, die Schweiz der engen Täler und steilen Berghänge, wo alle sicher sind, dass die politische Elite die Schweizer Souveränität an die EU verschachern will. Es gibt aber auch die Schweiz der Offenheit, die Schweiz der breiten Vielfalt. Vor allem die Schweizer*innen, die an den Rändern, an den Grenzen des Landes leben, die wissen, dass wir Probleme nur zusammen mit unseren Nachbarn "ennet der Grenze" lösen können.

"Basel. Die offene Schweiz"

Denn soziale Gerechtigkeit, Umweltprobleme und Katastrophen machen genauso wenig an den Grenzen halt wie Fairness und gleich lange Spiesse für alle. In der Region Basel wissen wir das, aus unserer Geschichte und aus unseren tagtäglichen Erfahrungen.

Strassburg, Plenarsitzung des trinationalen Oberrheinrats

Das Gefühl der Zusammengehörigkeit macht Europa lebendig. Wir müssen auch in der Schweiz europäisch denken lernen und endlich begreifen, dass das Wohl und Weh unserer europäischen Nachbarn uns direkt betriffen. Je mehr sprachliche und kulturelle Verständigung wir fördern, desto größer sind die Chancen, Verständnis füreinander zu gewinnen. Gefragt ist immer wieder eine gesamteuropäische und nicht nur eine nationale Sicht.

Mein Herz für Europa ist ein Herz für eine moderne, offene Schweiz. Es geht mir auch um die Entwicklung einer europäischen Zivilgesellschaft, die füreinander einsteht.