Vor dem Gesetz sind alle gleich. Meine Erfahrung ist eine andere.

Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit ist immer noch eine Forderung anstatt Realität. Die Ehe für alle, in vielen Ländern umgesetzt, ist bei uns eine Utopie. Kinder von Nicht-Akademiker*innen haben in der Schweiz immer noch nicht die gleichen Bildungschancen. Ich setze mich dafür ein, dass diese Ungerechtigkeiten endlich beseitigt werden.

Warum gibt es auch 2019 immer noch nirgends auf der Welt volle Gleichberechtigung, obwohl wir alle in einer gleichberechtigten Gesellschaft leben wollen? Es darf doch nicht wahr sein, dass gleicher Lohn für gleiche Arbeit bei uns nicht längst umgesetzt ist. Auch eine reale Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist immer noch nicht gegeben. Warum haben wir nicht, wie viele andere Länder die Ehe für alle. Warum haben Kinder von Nicht-Akademiker*innen in der Schweiz immer noch nicht die gleichen Bildungschancen? Warum lassen wir zu, dass Menschen, die hier geboren und mit uns aufgewachsen sind, aber einen anderen Pass haben, des Landes verwiesen werden können?

"Warum gibt es immer noch nirgends auf der Welt volle Gleichberechtigung "

Herkunft, Rasse, Geschlecht, Religion und sexuelle Orientierung gehören als Unterscheidungs- und Ausgrenzungskriterien auf die Müllhalde der Geschichte.

Damit in der Schweiz die Spiesse für alle gleich lang sind, damit die Lohnungerechtigkeiten zwischen Männern und Frauen endlich beseitigt werden, damit auch die gleichgeschlechtliche Liebe heiraten kann, damit auch Secondos und Secondas zu 100% dazughören, brauchen wir Gesetze, die Schluss machen mit der Zementierung alter Privilegien und Ungerechtigkeiten. Dafür will ich in Bern einstehen.

Barfi, 14. Juni 2019