Unsere Klimazukunft braucht grosse und mutige Entscheide.

Die Älteren tun alles dafür, den Jüngeren die Welt wohlbestellt zu überlassen. Tun wir das? Der Generationenvertrag ist brüchig geworden. Wir sind auf dem besten Weg, die Welt irreversibel zu zerstören. Ich stehe deshalb ein für jene politischen Entscheidungen, die die Zukunft der nächsten Generation wirklich schützen.

Die globale Klimaerhitzung ist heute mit Abstand die grösste Bedrohung für die Menschheit. Ökologisch. Ökonomisch. Sozial. Die Zeit zum Reden ist vorbei, wir müssen handeln. Es braucht einen ganzen Strauss zielführender nachhaltiger politischer Konzepte. Jetzt.

"Wir brauchen neue Ideen"

Der CO2-Ausstoss von Autos und Heizsystemen braucht scharfe Vorgaben. Elektromobilität muss wie in Norwegen breit gefördert werden. Wir müssen unsere Anstrengungen in Bildung und Forschung verstärken und neue Lenkungsabgaben umsetzen, die an die Verbraucher zurückfliessen. Der Schweizer Finanzplatz darf keine weiteren Projekte zum Abbau fossiler Brennstoffen mehr finanzieren. Wir müssen bei der Raumplanung schlauer werden.

Alles gute Ansätze, aber es braucht noch mehr. Neue Ideen.

Die Ziele, die wir formulieren, müssen wir auch umsetzen. Ziele zu formulieren ist das eine, sie umzusetzen das andere. Netto-Null-Emissionen als Ziel tönt gut. Diese Vorgabe muss aber Realität werden. Es mag nett sein, im Privatjet nach Davos ans WEF zu fliegen, Bono zu treffen, sich besorgt über das Klima zu äussern, vielleicht noch zu versprechen, dass man nachhaltig handeln werde, nur um dann wieder heimzufliegen nächstes Jahr wiederzukommen, und nochmals Bono zu treffen. In Davos sind sich zumindest alle einig, dass Klimaschutz, gerade bei der Unterstützung von Entwicklungs und Schwellenländern, teuer ist und dafür sehr viel Geld nötig sein wird. Nur zahlen sollen immer die anderen.

"Es mag nett sein, im privaten Jet nach Davos zu fliegen und Bono zu treffen"

Klimaschutz kann und wird aber nur dann erfolgreich sein, wenn er sozialverträglich erfolgt. Es ist darf nicht sein, dass durch die Massnahmen in der Klimapolitik untere Einkommensschichten weiter unter Druck kommen.

"Erfolgreicher Klimaschutz ist sozialverträglich"

 

Ein gemeinsamer Ansatz der Weltgemeinschaft könnte ein Einbinden der Finanzmärkte in den Kampf fürs Klima sein. Eine bescheidenene und weltweit identisch erhobene Finanztransaktionsteuer würde auf einen Schlag die drängenden Fragen nach der Finanzierung der Klimaschutzmassnahmen beantworten. Ein Gefäss, in welchem ein Teil der Erträge gebündelt eingesetzt werden könnte, existiert bereits. Der "Green Climate Fund" der UNO ist aufgestellt und aktiv. Parallel könnte jede Nation ihre lokalen Massnahmen mit einem Teil den generierten Geldern alimentieren.

"Warum nicht eine Klimasteuer auf Finanztransaktionen"

 

Die Idee ist nicht ganz neu. Bereits anlässlich der Verabschiedung des Pariser Klimaschutzübereinkommens hatte die französische Regierung erklärt, dass eine solche Steuer eine Möglichkeit wäre, um die für den Klimaschutz benötigten Mittel zu generieren. Klar: Mit dem Geld lässt sich nicht alles zurechtbügeln. Deshalb müssen auch alle anderen Klimaschutzmassnahmen weiterhin mit grösster Dringlichkeit umgesetzt werden. 

Ergänzt werden könnte diese Steuer mit einer Verpflichtung derjenigen Unternehmen, die bis 2050 noch nicht auf Netto-Null-Emissionen umgestellt haben, bei Dividendenausschüttungen einen Teil derselben nicht an die Aktionäre, sondern als Klimadividende in den "Green Climate Fund" der UNO einzuzahlen.

"Warum nicht eine Klimadividende?"

 

Klimaschutz zwingt zu grossen Verhaltensänderungen. Das steht ausser Frage. Änderungen im Kultur- und Konsumverhalten nur über die Moral herbeireden zu wollen, ist jedoch eine Sackgasse, in der wir seit 40 Jahren stecken. Wir müssen jetzt einstehen für die nächsten Generationen, mit allem was wir haben, damit auch sie eine Zukunft haben.